Donnerstag, 19. Januar 2012

Schüler basteln Fähnchen, Hermann Lei bastelt Kontoauszüge

Ein Nachtrag zu: "Schweizer Kinder müssen Türkisch lernen"

Am 4. September letzten Jahres berichtete Hermann Lei auf seinem Blog von einer Weinfelder Schule, in der Schweizer Kinder angeblich dazu gezwungen werden würden, türkisch zu lernen und sich an die Ausländer anzupassen. Die Schule wollte er nicht nennen, da sich die Betroffenen vor Repressalien fürchten würden. Sein Artikel war natürlich Wasser auf die Mühlen Rechtsradikaler und paranoider Verschwörungstheoretiker und verbreitete sich im Internet wie ein Lauffeuer.

Ich und einige Bekannte konnten die ganze Geschichte dann als harmloses Schulfest enttarnen, auf dem niemand eingeschüchtert oder zu irgend etwas gezwungen worden war. Wir informierten die Schulleitung, die Thurgauer Zeitung druckte eine Richtigstellung und Hermann Lei wurde öffentlich blossgestellt.

Damit wäre die Sache gegessen gewesen, könnte man meinen, aber nein: Am 28. September, also gerademal vier Wochen später, setzte Lei noch einen drauf, mit seinem Artikel "Schweizer Kinder dürfen türkische Fahne basteln"...


- Wie, Sie warten auf eine Pointe? Das war leider schon alles. Die Kinder haben im Unterricht, wahrscheinlich in Zusammenhang mit diesem Multikulti-Schulfest, ein türkisches Fähnchen gebastelt... Nein, ernsthaft, das ist wirklich die ganze Geschichte. Vielleicht sollte Herrn Lei mal jemand erklären, dass Fähnchen basteln, im Gegensatz zu Urkundenfälschung, keinen Straftatbestand darstellt... Wobei er das als Jurist ja eigentlich wissen sollte.

Ausserdem hätte er dank der ganzen Türken-Geschichte wissen sollen, dass jede Intrige früher oder später auffliegt und dass in diesem Land (ausser Blocher) niemand über dem Gesetz steht. Weil er das aber offenbar nicht begriffen und sich an der Hildebrand-Affäre erneut die Finger dreckig gemacht hat, kann er seine politische und juristische Karriere jetzt höchst wahrscheinlich begraben.

Bei aller Kritik an Hermann Lei muss ich aber auch sagen, dass er mich immer wieder gut unterhalten hat. Als Politiker würde ich ihn nicht wählen und ihm als Anwalt kein Mandat erteilen, aber als Realsatiriker liebe ich seine Arbeit.

Montag, 17. Oktober 2011

Bekannte wird von einer Rechtsradikalen bedroht


In meinem letzten Blogbeitrag habe ich ein parodiertes SVP-Plakat vorgestellt, auf dem Massenmörder Breiviks Sympathien zur SVP offen angesprochen werden. - So ein Plakat kann man natürlich geschmacklos finden, aber verleumderisch ist es eindeutig nicht, da nichts Falsches gesagt wird.

Die Bekannte (blau anonymisiert), die mich darauf aufmerksam gemacht hat, hat nun diese Androhung rechtlicher Schritte einer rechtsradikalen SVP-Anhängerin (rot anonymisiert) erhalten, die auf ihrem Profil selber ausgiebig Linke und Ausländer verleumdet und dämonisiert. Das Ziel dieser selbsternannten Vorzeigedemokratin und Superschweizerin ist es, meine Bekannte einzuschüchtern und mundtot zu machen. Und wer weiss, wenn die SVP weiterhin wächst und Ulrich Schlüers 51%-Wahnsinn irgendwann wahr wird, rückt dieses Ziel vielleicht bald schon in greifbare Nähe. Nur dass dann eben nicht nur ein paar Linke, sondern gleich das ganze Schweizer Volk zum Schweigen gebracht werden wird.

Es gibt nur einen Weg, das zu verhindern: Gehen Sie am Sonntag wählen!

Mittwoch, 5. Oktober 2011

"Anders B., Massenmörder Und SVP-Anhänger" (Quelle unbekannt)


Ich wurde heute von einer Bekannten auf diese Grafik aufmerksam gemacht. Im ersten Moment hab ich leer geschluckt. Im zweiten habe ich mich gefragt: Warum eigentlich? Ist es etwa keine Tatsache, dass die SVP den Linken unterstellt, sie wollten die Schweiz "kaputt machen"? Und ist es etwa keine Tatsache, dass Anders Breivik in seinem Pamphlet auf eben diese SVP Bezug nahm, dass die Hetzschriften der SVP und anderer sogenannt "populistischer" Parteien Breivik als Rechtfertigung für seinen feigen Mord dienten?

Scheuen wir uns wirklich aus Respekt vor den Opfern Breiviks davor, offen über diesen Zusammenhang zu sprechen, oder haben wir vielleicht einfach Angst davor, dass wir, wenn wir die SVP öffentlich kritisieren demnächst wie Otto Ineichen oder Josef Bütler von geisteskranken SVP-Anhängern mit dem Tode bedroht werden? Denken Sie mal darüber nach.

Donnerstag, 8. September 2011

Schweizer Kinder müssen Türkisch lernen (ähm, nein müssen sie nicht)


04.09.2011: Hermann Lei berichtet auf seinem Blog über einen Projekttag einer Primarschule, an dem die Kulturen verschiedener Länder präsentiert werden. Der Schweizer Stand sei etwas abseits gelegen, um die Ausländer nicht zu provozieren und während dem die Ausländer stundenlang ihre Volkstänze aufführen dürften, bliebe den Alphörnern nur gerade 10 Minuten. Ausserdem würden die Schweizer Kinder an dieser Schule dazu gezwungen, Türkisch zu lernen. An welcher Schule das alles stattgefunden haben soll, kann Lei nicht sagen, da die Eltern und Kinder "Repressionen" fürchten würden.

Richtigstellung: Bei der Veranstaltung handelte es sich um den "Kulturenmarkt" der Martin-Haffter Primarschule in Weinfelden, an dem die Besucher an den Ständen der vorgestellten Länder FREIWILLIG ein paar Brocken der Landessprache (nicht nur türkisch, sondern z.B. auch Niederländisch) lernen konnten. Und: Wenn jede Nation 10 Minuten Zeit bekommt, um einen Tanz darzubieten, ist es ja klar, dass alle anderen Länder zusammengezählt auf mehr Vorführzeit kommen, als die Schweiz allein. Damit ist auch klar, warum Lei die Schule nicht nennen wollte: Jeder könnte dann ganz leicht herausfinden, dass seine Behauptungen erstunken und erlogen sind.

Herr Lei ist übrigens Präsident der Einbürgerungskommission der Stadt Frauenfeld - Prost Mahlzeit!

Weitere Lügen, PR-Fürze und idiotische Vorstösse profilierungsneurotischer Politiker finden Sie in unserem Archiv der "hirnlosesten PR-Blödeleien geltungssüchtiger Politiker"

Siehe auch den Artikel in der Thurgauer Zeitung "Keiner musste Türkisch lernen"

Donnerstag, 25. August 2011

Was wäre wenn...


Israel und Helvetinensische Autonomiegebiete



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Israel und Austrianensische Autonomiegebiete


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